Über uns


Die Geschichte unseres Vereins

Nach dem Entstehen eines provisorischen Vereines im Jahre 1894, wurde am 26.Mai 1895 der „Sängerbund Kindsbach 1895“ gegründet. Der erste Vorsitzende und Dirigent war damals der Schreinermeister Eduard Schuck.

In den Anfangsjahren von 1895 bis 1913 begann eine stete Aufwärtsentwicklung des Vereins. Reger Singstundenbesuch, die Durchführung von Sängerfesten und die Teilnahme an örtlichen Veranstaltungen gehörten zum Vereinsleben. Durch freiwillige Spenden wurde schließlich auch die Erstellung und Anfertigung der Vereinsfahne finanziert werden, die im Juli 1913 geweiht wurde.

In der Zeit des ersten Weltkrieges erlebte der Verein durch die Einberufung der Männer zum Wehrdienst einen herben Rückschlag. Erst ab 1920 ging es wieder einen großen Schritt nach vorne: Unter dem Dirigenten Karl Mathieu (Gemeindesekretär) konnten große Aufgaben in Angriff genommen werden. Bis 1933 nahm der Chor an zahlreichen Preissingen – unter anderem in Erfenbach, Waldfischbach, Landau, Mutterstadt, Elversberg, Doniseders und Heidelberg – teil. Daneben wurden auch Singspiele aufgeführt.

Ein Versuch, 1932 eine Gemeinschaft mit dem Männergesangverein „Liedertafel“ in Kindsbach einzugehen, scheiterte.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 begann ein düsteres Kapitel der Vereinsgeschichte: Karl Mathieu legte sein Amt nieder. Alle Vereine wurden Gleichgeschaltet, aus dem Vereinsvorstand wurde der Vereinsführer und die zwangsweise geänderte Satzung sprach fortan von einem „nationalen Verein“.

Nichtsdestotrotz wurde 1935 das 40jährige Bestehen mit einem Wertungssingen gefeiert. Bis zum Ausbruch des 2.Weltkrieges nahm der Verein an Veranstaltungen im Ort und am Sängerfest in Saarbrücken teil und führte die Schauspieloper „Preciosa“ und das Mundartstück „Die Weltachs“ auf.

Einen erneuten Rückschlag erlitt der Verein in der Zeit des 2.Weltkrieges, wiederum bedingt durch die Einberufung seiner Mitglieder zum Wehrdienst.

Mit einer Neugründung im Jahre 1946 begann ein neuer Zeitabschnitt für den Chor. Bereits im Neugründungsjahr konnten wieder 50 aktive Sänger verzeichnet werden. Bis 1968 leiteten den Chor als Dirigenten: Albert Hoffmann, Viktor Kirchgäßner, Karl Meiller, Karl Mathieu, Baldur Melchior und Albert Schmitt. Die Aktivitäten umfassten unter anderem Sängerfahrten, Gruppensingen, Besuch von Sängerfesten, Singen bei örtlichen Veranstaltungen und Auftritte bei Konzerten.

Mit dem Tod von Albert Schmitt übernahm dessen Tocher Martha Schmitt von 1968 bis 1969 die Chorleitung. Unter ihrer Leitung fand auch ein für den Chor bedeutsames Kirchenkonzert statt: Am 24.November 1968 wurde die Deutsche Messe von Franz Schubert und der 23.Psalm aufgeführt. Dieses Konzert gilt als Meilenstein der Chorgeschichte. Aus gesundheitlichen Gründen musste Frau Schmitt 1969 die Chorleitung aufgeben und kommissarisch an Herrn Hasselwander abgeben.

Von 1970 bis 1993 übernahm Robert Gute für sage und schreibe 23 Jahre die Chorleitung des Sängerbunds Kindsbach und schrieb damit ein großes Stück Vereinsgeschichte mit. Höhepunkte seines Schaffens waren die Mitwirkung an einem Chrokonzert des Männerchores des Bundeskriminalamtes Wiesbaden 1973, Singen einer Messe im Dom zu Passau 1985, eine Singen in der Aula des Klosters Metten 1985 und eine Fahrt nach Grandcamp-Maisy (französische Partnergemeinde) 1991.

Das jüngste Kapitel der Chorgeschichte begann am 9.März 1993 mit der Übernahme der Chorleitung durch Markus Kreibiehl, der den Chor weiter zum dem geführt hat, was er heute darstellt. Zahlreiche erfolgreiche Auftritte konnten unter seiner Leitung durchgeführt werden – zuletzt das Konzert „Musik ist Trumpf“ 2007 mit Melodien aus Maske in Blau, Mamma Mia und Elisabeth.

 


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